Mein Hund ist England

Bis Monat 7 war mein Hündchen ganz normal, dann hat sie auf den Kreidefelsen Ihres Gehirns sämtliche Feuer angezündet, um die Kater die als Spanische Armada fungierten, vernichtend zu schlagen. Der Vanille Kater blieb neutral, der Strubbel Kater stieg in den Krieg mit ein und so fand ich mich mitten in einer Seeschlacht in wilden Gewässern und strumbebrüllten Riffen.

Übersetzt heißt das, dass ich fortan einige Monate mit  der Leine in der Hand auf dem Sofa saß und mit der Leine in der Hand schlief um den Hund davon abzuhalten den Strubbelkater zu töten. Die Kater bekamen ihr eigenes Zimmer um den Strubbelkater davon abzuhalten den Hund zu töten. Er ist ein stattlicher Maincoon und hat das Potenzial dazu. Noch heute habe ich, irre wie ich selber bin, keine Angst vor anderen Hunden, egal wie durchgeknallt die sind. Begenet uns draußen eine angriffslustige Katze, dann habe ich Angst und das will was heißen. Katzen machen Ernst. Immer.

Der Hass loderte hoch in meinem Haus und es kam der Tag wo die beiden Kontrahenten sich in eisiger Stille mit der festen Absicht „TÖTEN!“ gegenüberstanden. Ich verlor in diesem Krieg beinahe beide Arme – einen an Pippilotta, einen an den Strubbelkater-, jedoch, was mir heute wie Magie erscheint, nicht meine Ruhe und konnte die beiden so gerade noch trennen.  Ich sperrte den Kater ins Katzenzimmer, was wir ja nun besaßen, und den Hund ins Schlafzimmer Ich selbst setzte mich ins Wohnzimmer und versuchte mich dazu zu überreden die beiden nicht zu einer kuscheligen Rheumadecke zu verarbeiten. Diesen Gedanken sollte ich in den kommenden Monaten noch öfter haben.

Das Maß war übervoll und ich fing an in der Hundeschule, die ich selbstredent fleißig besuchte, um Hilfe zu betteln. Aus heutiger Sicht ist mir klar. Das Fräulein Hundetrainerin hatte nicht die leiseste Ahnung was zu tun ist und sie hatte Angst. Angst vor meinem Hund.

Damit war sie in bester Gesellschaft, denn Pippilotta weitete Ihre Triebe und ihren Hass auch auf die in der Nachbarschaft befindlichen Hunde aus. Der Spaziergang wurde zum Pokerspiel weil es unvorhersehbar war wem Paula den Aufenthalt in ihrem Terretorium gestattete und wem nicht. Die Leute wechselten derweil wegen uns die Straßenseite.

Das war der Moment als die Murmeln in Pippilottas Kopf ordentlich in Fahrt kamen.

Ungefähr 200 Trainingsstunden später, waren wir soweit, dass Kater und Hund akzeptierten, dass sie jetzt beide hier leben und das bitteschön friedlich. Prima jetzt muss ich Pippilotta ja nur noch klar machen: die Straße gehört nicht dir.

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