Biologische Kriegsführung

Ich hatte mir meinen Morgen so ausgemalt: Spaziergang, Coffe to go, Hundewiese – Pippilottas Lieblingshund treffen, anschließend üben.

Pippilotta hatte andere Vorstellungen. Sie hat sich erstmal genüßlich in einem toten Fisch gewälzt. Wie zur Hölle kommt der da hin? Bis ich gerafft habe, dass es nicht nur Schafsscheiße ist, sondern was verstorbenes, war es leider schon zu spät.

Mein Hund hat ja ihre eigene Art von Humor und so fand sie dass es, gut parfümiert, an der Zeit wäre zu zeigen was sie in der Fußarbeit alles so drauf hat. Da ich die besseren Leckerlies eingepackt hatte musst das ja schließlich das Thema sein. Hat sie nicht unrecht, jedoch hatte ich auf Grund von spontaner Schleimhautverätzung meinen Ursprungsplan geändert.

Da ich den Coffe to go, sehr zum Leidwesen etlicher anderer Menschen, trotzdem schon in der Hand hielt, setzte ich mich auf eine Bank um ihn dort zu trinken, während der Hund schnüffeln geht. Falsch gedacht. Was soll ein Hund noch erschnüffeln wenn er wie eine Leiche bei der Umbettung riecht? Genau. Daher zog es Pippilotta dann auch vor sich unter die Bank zu legen, was dazu führte dass ich meinen Kaffe fast wieder ausgekotzt hätte. Es hilft nur eines: schnellst möglich nach Hause und baden.

Auf dem Heimweg schnell noch ein paar Spaziergänger in die Bewußtlosigket geschickt und dann nichts wie unter die Dusche. Gott sei dank haben wir aktuell Spezialshampoo vom Tierartzt daheim, das normale Shampoo wäre damit nicht fertig geworden. Das Spezialzeugs übrigens auch nicht.

Wie gewohnt wurden wir vom Vanille Kater begrüßt als wir heim kamen. Naja fast, denn der Kater sackte bei dem Duftschwall ebenfalls in sich zusammen und Madam weigerte sich allen Ernstes unter die Dusche zu gehen. Ich musste sie anfassen! Bäh! Und das obwohl sie sich scheinbar selbst so ekelig fand dass sie unterwegs versucht hat den Fisch, erst im Staub, dann im Schlamm, dann an einer Wiese, dann an einem  begeisterten Spaziergänger und dann an mir, wieder abzurubbeln.

Der Spaziergänger war übrigens selber Schuld weil er sie zu sich lockte während ich schrie: „NEEEEEEIIIIIIIN! bloß nicht anfassen, die hat sich in totem Fisch gewälzt.“Was von ihm nur mit:  “ Ja das hat man schon von weitem gerochen, macht nix , ich habe auch so einen“ quittiert wurde. Hä? was hat der auch? Einen toten Fisch?

Trotz 15 minütiger Einschäumaktion stinkt sie immer noch. Ich dacht erst, ach ich bade sie heute Abend nochmal, dann geht das schon. Jetzt weiß ich dass ich den Hund sofort wecken muss um sie direkt nochmal zu baden. Alles andere wäre grob fahrlässig. Ich riskiere den Tod meiner Kater, den der Nachbarn und meinen eigenen. Ich muss mich beeilen, denn zur Schleimhautverätzung gesellen sich bereits stechende Kopfschmerzen.

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